Demo für gemeinsames Sorgerecht am 18. August 2012 in Berlin

Wer nicht länger auf gemeinsames Sorgerecht warten will, darf jetzt nicht schweigen!

Die Bundesregierung plant die Reform des Sorgerechts, so daß Väter einen Antrag stellen dürfen, wenn Sie ebenfalls Sorgeverantwortung übernehmen wollen. Damit sollen Väter also weiter Eltern 2. Klasse bleiben. Eine erneute Korrektur wird erst viele Jahre später erfolgen. Der Väteraufbruch lehnt diese Sparlösung ab und ruft daher zur Beteiligung an einer Demonstration auf. Viele weiteren Verbände unterstützen diesen Protest. 

Neben einer Straßendemo wird es zusätzlich eine Protestfahrt von Kanufahrern auf der Spree geben. Beide Demozüge treffen im Bereich des S-Bahnhof Friedrichstraße zusammen und gehen dann gemeinsam zum Familien- und zum Justizministerium.

Väterdemo für gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

18. August 2012 in Berlin

  • Treffpunkt Straßendemo ab 12:00 Hauptbahnhof Südausgang, Start etwa 13:00
  • Treffpunkt Kanu-Demo ab 10:00 Mühlenstraße (Nähe Ostbahnhof), Start etwa 11:00
    (hier bitte wg. der notwendigen Details Anmeldung unter kanudemo@vafk.de)

  • preisgünstige Anreise aus vielen Kreisvereinen, siehe Fahrtenbörse
  • es stehen preiswerte Sammelunterkünfte für 5,00/Nacht zur Verfügung 

Neben vielen Rednern werden auch typische Sorge-Unrechtsfälle vorgestellt.

Bitte Freunde und Verwandte mitbringen; weiterleiten, twittern, posten und unter Facebook voten. Außerdem zum Verlinken: Demojingel auf Youtube

Väter in Deutschland bleiben zweite Wahl

 

Kinder haben zwei Eltern: Vater und Mutter. In der Regel sind beide in gleicher Form für die Erziehung ihrer Kinder geeignet und können sich gerade nach einer Trennung mit unterschiedlichen Stärken ergänzen. Kinder können sich nicht vor der Geburt aussuchen, ob ihre Eltern einen Trauschein haben. Die Ausgrenzung nichtehelicher Väter ist daher eine politisch gewollte willkürliche Grenzziehung, die nichts mit den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder zu tun hat.

Die Bundesregierung hat es seit vielen Jahren versäumt, eine zeitgemäße Reform umzusetzen. Selbst nach dem eindeutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofes vor 3 Jahren hat sie nicht die Chance genutzt, endlich für eine kindeswohlorientierte Gleichstellung der Eltern zu sorgen, so daß noch immer in sehr vielen Fällen Kinder von nicht miteinander verheirateten Eltern auf ihren Vater verzichten müssen. Stattdessen plant die Bundesregierung, daß Väter zuerst einen Antrag stellen und notfalls vor Gericht ziehen müssen, um Verantwortung übernehmen zu dürfen. Dies wird dargestellt als eine Stärkung von Väterrechten. 

Engagierte Väter und Mütter in Deutschland sind nicht mehr bereit, sich länger mit Sparlösungen hinhalten zu lassen.

  1. Im Januar 2003 hat das Bundesverfassungsgericht der Bundesregierung den Auftrag erteilt, zu prüfen, inwieweit die Nichtbeteiligung der Väter an der Erziehungsverantwortung gerechtfertigt sei. Außer einigen wenigen oberflächlichen Umfragen geschah nichts.
  2. Am 3. Dezember 2009 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte festgestellt, daß Deutschland damit die Menschenrechte verletzt. Nach den internationalen Abkommen war damit die Bundesregierung verpflichtet, umgehend für Abhilfe zu sorgen. Die Bundesjustizministerin sprach von einer schnellen Lösung.
  3. Im Juli 2010 hat das Bundesverfassungsgericht diese Einschätzung bestätigt und damit die eigene rechtliche Beurteilung der Vorjahre um 100% geändert. Es hat eine vorübergehende Notlösung geschaffen. Die Bundesjustizministerin sprach wieder von einer schnellen Lösung.
  4. Statt dessen haben sämtliche Oppositionsparteien erst eigene Reformvorstellungen in den Bundestag einbringen müssen.
  5. Im Juli 2012 legte nun die Bundesregierung einen eigenen Reformvorschlag vor. Dieser Vorschlag orientiert sich an den minimal notwendigen Reparaturarbeiten, die Straßburg 2009 eingefordert hat.

Jedoch soll es dabei bleiben, daß Väter nach wie vor nur die zweite Wahl sind.

Aus diesem Grund ruft der Väteraufbruch zu dieser Demonstration auf. Es muß Schluß sein mit einer konsequenten Ungleichbehandlung von Vätern, die genauso wichtig für die Erziehung der Kinder sind, wie Mütter.

jährliche Demo in Berlin

Teilnehmer nach der Abschlußkundgebung vor dem Brandenburger Tor zum Gruppenfoto

Seit vielen Jahren demonstriert der Väteraufbruch in Berlin. Es waren immer bunte und positives Bekenntnis von Vätern, die Verantwortung übernehmen wollen. Die Forderung nach gemeinsamer Sorge war von Anfang an Bestandteil der Demo-Forderungen. Darüber hinaus die Sicherstellung des Vater-Kind-Umgangs.

Die Demos wurden jeweils von vielen Kreisvereinen unter Beteiligung anderer Verbände ausgerichtet. Eine ausführliche Dokumentation ist links unter "frühere Demos" aufgelistet.